2013/10/24

Ich bin einer von den 99%

... die bisher nicht wussten, was eine UN-Expertin namens Verene Shepherd so den lieben langen Tag macht. Das hat sich jetzt schlagartig geändert, seit ich auf Spiegel Online las, dass die Niederländer "rassistische" Traditionen pflegen.

Schon interessant, womit man seinen Lebensunterhalt verdienen kann.

Der Steuerzahler sagt danke für die bahnbrechende Erkenntnis und freut sich, dass er wieder einen Arbeitsplatz finanzieren durfte.....




2013/10/13

Seit wann ist Radioaktivität eine Krankheit?

So möchte man die Redaktion der DWN fragen, die - nicht zum ersten Mal - sagenhaften Unsinn verbreitet.

Kinderarzt warnt vor Fukushima: Es gibt keine Therapie gegen Radioaktivität


Ja, liebe Redaktion, es kommt sogar noch schlimmer. Es wird auch nie eine Therapie dagegen geben. Soviel steht für alle Zukunft fest, egal wie viele Millionen man in die Forschung stecken mag - weil Radioaktivität nämlich keine Krankheit ist.

Radioaktive Strahlung kann unter bestimmten Umständen zum gesundheitlichen Folgen, bis hin zum Tod führen. Aber dieses Thema ist viel zu ernst, um es für sensationsheischende Bauernfängerei zu missbrauchen. Deutlich Seriöseres zum Thema finden Sie u.a. hier.


2013/08/20

Mysteriös

... ist ein Vorfall aus Schweden, bei der einer Kopftuch tragenden Frau zu mitternächtlicher Stunde der Hijab vom Haupt gerissen worden sein soll, wie die englischsprachige Zeitung The Local berichtet. Darüber hinaus soll sie mit dem Kopf gegen ein Auto geschlagen worden sein. Dazu kamen noch - laut Aussagen des Opfers - rassistische Bemerkungen.

Zeugen dieses Vorfalls gibt es nicht. Zumindest lässt sich den Medien nichts Derartiges entnehmen. Es gibt auch keine konkreten Hinweise auf den (oder die?) Täter.

Man kann sich natürlich die Frage stellen, was eine Kopftuchträgerin zu nachtschlafender Zeit ohne männliche Begleitung auf offener Straße zu tun hat. In gewissen Gegenden Stockholms würde ich meine - nicht Kopftuch tragende - Frau keinesfalls unbegleitet auf die Straße lassen.

Aber das sind Fragen, die zu stellen sich wohl nicht geziemt.... Nicht dass es einer Frau nicht gestattet sein soll, nachts wo immer sie will herumzulaufen. Aber bei gewissen Frauen erstaunt das dann doch.

Wie dem auch sei - eine derartige Attacke ist, sollte sie tatsächlich so stattgefunden haben, in der Tat abscheulich. So wie es auch abscheulich ist, wenn (schwedische) Frauen in umgekehrter Konstellation Opfer von sexuellen Übergriffen werden - was jedoch regelmäßig deutlich weniger Medienecho hervor ruft.

Das entscheidende Alleinstellungsmerkmal dieses Falles ist die Agitation seitens der PC-Eliten, die damit einhergeht. Da rufen Frauen dazu auf, demonstrativ Kopftuch zu tragen, um sich mit dem Opfer zu solidarisieren. Ja mehr noch, um der angeblich zunehmenden Islamophobie entgegen zu treten. Ein Hashtag #hijabuppropet (Hijabaufruf) wurde erfolgreich initiiert.

Diese Botschaft wird natürlich von allen Medien bereitwillig unters Volk gebracht. Und in gewisser Hinsicht stellt sie sogar das wesentliche Element der ganzen Story dar. Während man über das Geschehene, das sich immerhin bereits am Freitag zugetragen haben soll, überaus spärlich informiert wird, nimmt dessen Kommentierung breiten Raum ein. Ob das Zufall oder Absicht ist, lässt sich schwer sagen.

Zufälligerweise brannte am letzten Sonntag eine christliche Kirche in Karlskrona bis auf die Grundmauern nieder. Ob die ihr Haupt freiwillig verhüllenden Aktivistinnen von #hijabuppropet nun auch in einem Akt der Solidarität Kreuze zur Schau tragen, ist nicht bekannt. Würde ja auch etwas merkwürdig aussehen, Hijab und Kreuz gleichzeitig zu tragen.

2013/07/25

Vom Umgang mit Zahlen (1)

Dies ist der erste Beitrag einer Serie, die sich mit vorwiegend statistischen Betrachtungen beschäftigt. Statistische Aussagen prasseln pausenlos auf die Menschen ein, und es ist hilfreich, ein bisschen Ordnung und Rationalität in das mediale, um Aufmerksamkeit ringende Zahlengewirr zu bringen.

Wenn Statistiken zu Missverständnissen und Fehldeutungen Anlass geben, dann liegt es in den allermeisten Fällen gar nicht an der stets vermuteten Fälschung, die bekanntlich jeder Statistik zugrunde liegen soll. Vielmehr wird bewusst oder unbewusst ein Kontext aufgebaut, der uns in die Irre leitet. Ein Kontext, der uns vermeintliche Sicherheit oder aber meistens vermeintliche Gefahren vorgaukelt, wo in der Tat kein Grund zur Besorgnis besteht.

Wir fangen mit einem einfachen Beispiel an. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, dass - in der westlichen Welt -die Zahl der Menschen, die an Infektionskrankheiten sterben, in den letzten 200 Jahren dramatisch zurückgegangen ist. Das Risiko eines im 21. Jahrhundert geborenen Menschen an einer Infektionskrankheit zu verbleichen ist wesentlich geringer, als es für einen Menschen um 1815 war. Impfungen, verbesserte Hygiene und leistungsfähige Medikamente und Gesundheitssysteme sind die hauptsächlich Verantwortlichen für diesen positiven Trend.

Wir haben also - bildlich - gesprochen einen Teilerfolg über den (frühzeitigen) Tod erzielt. Doch gleichzeitig wird die andere Seite dieser Entwicklung sichtbar. Während Pest und Cholera uns nicht mehr wirklich beunruhigen, wartet der Tod an anderer Stelle. Krebs und Herzkreislauferkrankungen stellen für uns heute Lebenden die häufigsten Killer dar, denn wir können dem Schicksal nicht einfach von der Schippe springen. Während sich also das eine Risiko verringert hat, ist ein anderes (oder sind mehrere andere) angestiegen. So ist das nunmal, wenn die Gesamtwahrscheinlichkeit eines mit Bestimmtheit eintreffenden Ereignisses stets eins ist.

Als ich mich kürzlich mit einem Bekannten über dieses Thema unterhielt, wies er mich darauf hin, dass selbst in Afrika inzwischen der infektionsbedingte Tod im Abnehmen begriffen sei. Und er fügte hinzu: Dafür sterben sie (die Afrikaner) jetzt häufiger an westlichen Zivilisationskrankheiten. Aber sind es wirklich nur diese Zivilisationskrankheiten, die hier zum Tragen kommen? Oder ist es nicht vielmehr so, dass wir nur ein Tauschgeschäft machen, eine Art zu sterben gegen eine andere austauschen? Mir erscheint letzteres viel plausibler.

Wir haben ein Risiko minimiert, aber gleichzeitig - unbeabsichtigt - ein anderes vergrößert. Stellen Sie sich vor, sie müssten sich auf den Weg von New York nach Los Angeles machen. Egal, welches Fortbewegungsmittel Sie wählen, treffen Sie auch eine Entscheidung hinsichtlich eines bestimmten Risikos, dem Sie dann ausgesetzt sind. Wenn Sie mit dem Rad fahren, lauern andere Gefahren auf Sie, als wenn Sie mit Bus, Auto, Eisenbahn oder Flugzeug unterwegs sind.

So hat die verbreitete Angst vorm Fliegen in den Monaten nach 9/11 nachweislich zu einem Anstieg der Straßenverkehrstoten geführt. Diesem Anstieg wurde in den Medien jedoch nicht die gleiche Aufmerksamkeit zuteil, wie den dramatischen Ereignissen am 11. September 2001.

In diesem Szenario gibt es keine Win-Win-Situation. Was man auf der einen Seite gewinnt, verliert man auf der anderen. Umgekehrt wird natürlich auch ein Schuh draus. Angenommen, die Wissenschaft hat herausgefunden, dass aufgrund des heißen Sommerwetters das Hitzschlagrisiko deutlich zugenommen hat. Dann bedeutet das ja unweigerlich, dass gleichzeitig das Risiko an anderen Ursachen sein Leben auszuhauchen, gesunken ist, zumindest bis zum Ende der Hitzewelle. Ob das eine gute Nachricht ist, muss natürlich jeder für sich entscheiden.






2013/07/19

Denmark goes halal

Wenn es einer Minderheit nicht zumutbar ist, Schweinefleisch zu essen, dann muss die Mehrheit eben - darauf verzichten.

Dänemark macht´s vor!

2013/07/10

Zwei Kofferbomben

Edward Snowden ist so allgegenwärtig, dass kaum ein Journalist darum herumkommt, Stellung zu beziehen. Und für ideologische Grabenkämpfe und antiamerikanische Reflexe bietet diese Geschichte ja reichlich Stoff. Auch Jan Fleischhauer hat sich unlängst auf SpiegelOnline in die Debatte eingeschaltet und auf die Heuchelei hingewiesen, die die deutsche Öffentlichkeit (und nicht nur die) angesichts dieser Affäre an den Tag legt.

Doch wie so oft ist Volkes Stimme ein guter Indikator dafür, was und - vor allem wie - manche Menschen denken. In einem Leserbeitrag unter dem Pseudonym endurado heißt es wörtlich:

Und ja, ich würde ein, zwei Kofferbomben im Jahr akzeptieren, bevor ich Bürgerrechte in erheblichem Umfang aufgebe.
Eine klare Botschaft. Zwei Kofferbomben. Das kann schon mal 10, vielleicht sogar 20 oder mehr Tote bedeuten. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass es einen bestimmten Menschen (etwa endurado) trifft in der Tat recht gering ist, so ist doch andererseits die Wahrscheinlichkeit, dass es irgend jemanden trifft, recht groß, zumal wenn den Geheimdiensten, wie von den Verteidgern der Bürgerrechte eingefordert, extra Fesseln angelegt werden sollten.

Der Begriff Kofferbomben verschleiert die menschlichen Schicksale, die damit verbunden sind. endurado hätte auch sagen können, er würde 10 bis 20 Tote und eine Anzahl von Schwerverletzten und Traumatisierten im Jahr akzeptieren, wenn nur seine Bürgerrechte unangetastet blieben. Das klänge schon ganz anders. Würde er diese Aussage dann auch gegenüber den Hinterbliebenen, Familienangehörigen, Kindern, Freunden jener zu Tode gekommenen wiederholen?

Ja, es ist schon richtig, Bürgerrechte sind ein hohes Gut. Aber auch hier sind Abwägungen zu treffen. Und macht es einen wirklich glücklicher zu wissen, dass keiner in seiner privaten Korrespondenz herumschnüffelt, wenn dafür auf der anderen Seite Leute mit ihrem Leben bezahlen?

Und wer gibt einem schon die Gewissheit, dass es "nur" bei zwei Kofferbomben im Jahr bleibt?

2013/07/06

Der ganze Wahnsinn der Solarförderung

... tritt in Spanien offen zutage. Das Land ist mit reichlich Sonne gesegnet, und dennoch ist es unübersehnbar, dass die Solarstromerzeugung offenbar nur mit großzügigen Subventionen überlebensfähig ist. Irgend jemand muss schließlich die Zeche bezahlen - will heißen: die Gewinnmargen der Investoren sicherstellen - und das ist nunmal der gemeine Steuerzahler.

Die spanische Regierung hat beschlossen, die Förderungen zurückzufahren oder eben ganz einzustellen, da deren volkswirtschaftliche Kosten den zu erwartenden Nutzen niemals aufwiegen können.

Wie das Handelsblatt schreibt, hat dies auch gravierende Folgen für deutsche Energieunternehmen (RWE, Münchner Stadtwerke), die sich - über Firmenbeteiligungen - profitable Erträge aus dem spanischen Solareldorado erhofft hatten. Konkret geht es um das Solarkraftwerk Andasol 3, das sich - nach der Streichung der staatlichen Zuschüsse - in einen Verlustbringer verwandelt hat.

Es ist verständlich, dass die deutschen Partner über diese Entwicklungen nicht erfreut sind. Aber ist es wirklich die Aufgabe des spanischen Steuerzahlers, die Profitabilität deutscher Investitionen zu gewährleisten?

Irgendwie haben sich in diesem Fall die Verhältnisse umgekehrt. Normalerweise steht der deutsche Steuerzahler bereit, um für die wirtschaftlichen Versäumnisse anderer Länder, insbesondere in Europas Süden geradezustehen. Doch diesmal ist alles spiegelverkehrt. Und so erwägen die deutschen Energieunternehmen rechtliche Schritte gegen die spanische Regierung, um Verluste von ihren Beteiligungen abzuwenden.

Mal sehen, wie weit sie dabei kommen.

Ist es nicht so, dass Investitionen immer ein gewisses Risiko bergen? Aber natürlich nicht für die ganz Schlauen, die sich die Risikoprämie vom Steuerzahler bezahlen lassen - dank grünstichiger Gesetzgebung.
Wenn der Gesetzgeber aber eines Tages seine Politik ändert, dann kommen solche scheinbar risikolosen Geschäftsideen schnell unter die Räder.

Doch es wäre zu kurz gedacht, hierauf mit Schadenfreude zu reagieren. Denn erstens weiß man nie, wann die Politik wieder zur wirtschaftlichen Vernunft zurückkehrt. Und zweitens sind zu diesem Zeitpunkt schon etliche Millionen, eher noch Milliarden an Steuergeldern in schwarzen Löchern verschwunden.  

2013/07/04

Zitat der Woche

Hollande hat nichts gelernt und ich staune immer wieder, wie solche Verlierer an die Spitze von ganzen Völkern gewählt werden können.
 Der Investor Felix Zulauf über den französischen Präsidenten in der Wirtschaftswoche. Über Österreich und etliche Vertreter seiner Führungsmannschaft ließe sich exakt das Gleiche sagen.

2013/06/08

"Südländischer" Antisemisitmus in Deutschland - eine Zitatensammlung

Vor wenigen Tagen gab es also wieder einmal einen antisemitischen Zwischenfall in Deutschland. Wenig überraschend handelt es sich bei den Aggressoren um die üblichen "Südländer". Dürfen wir mal raten, welchen weltanschaulichen "Hintergrund" jene "Südländer" gehabt haben mögen? Vielleicht lässt sich ja auch aus der Art der Aggression - sechs bis acht "Jugendliche" gegen einen Einzelnen - ein Rückschluss auf die Herkunft dieser Geschöpfe ziehen. Sie trauen sich nämlich immer nur bei eindeutiger numerischer Überlegenheit an ihr Opfer heran.

Noch interessanter als dieses schon bekannte Schema ist jedoch die Ritualisierung beim Umgang mit solchen Ereignissen. Hierzu ein paar Zitate (allesamt aus dem oben verlinkten Artikel):
Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen nannte den Vorfall eine "Attacke auf das friedliche Zusammenleben aller Menschen in unserer Region".
Ich dachte, es wäre nur eine Person attackiert worden. 
"Das Mindeste, was wir jetzt erwarten, ist eine lückenlose Aufklärung durch die ermittelnden Behörden." Zudem zeige der Vorfall, dass Juden, Christen und Muslime aktiv und wachsam für Respekt, Toleranz und Menschenwürde eintreten müssten.
Respekt, Toleranz und Menschenwürde. Hab ich, glaube ich, schon mal gehört. 
Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland appellierte an die Öffentlichkeit, "die entschiedene Ablehnung von Antisemitismus und Rassismus jeglicher Art" Jugendlichen stärker zu vermitteln.
 Steht letzeres nicht schon seit Jahrzehnten auf allen Lehrplänen?
Die beklagenswerte Attacke von Offenbach sei ein deutlicher Beleg dafür, dass "ein kultureller Wandel zumindest ebenso wichtig ist wie der politische Wille zum Kampf gegen Fanatismus und Hass".
 Seit ich denken kann - also schon seit mehr als vier Jahrzehnten - gab es kein höheres Ziel als den unaufhörlichen Kampf gegen Fanatismus und Hass.

Und was, glauben Sie, werden wir nach der nächsten ähnlich gelagerten Attacke zu hören bekommen?






2013/05/23

Eine Art moderner Ablasshandel

...basierend auf den geheiligten Prinzipien der political correctness, das ist es, was derzeit in Schweden statt findet.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art, aber er wirft ein unübersehbares Schlaglicht auf den Entwicklungsstand unserer westlichen Kultur. Ein Muslim weigert sich, einer weiblichen Vorgesetzten die Hand zu geben. Die Vorgesetzte erklärte ihm daraufhin, dass er unter diesen Umständen sein Praktikum nicht antreten könne. Angeblich bot sie ihm sogar an, einen Handreiniger zu benutzen, der im Büro zugänglich war. Warum der Handreiniger? Weil der Mann aus religiösen Gründen Frauen als unrein betrachtet. Trotzdem, es wurde nichts daraus.

Was unter den Gepflogenheiten (nicht nur) der westlichen Kultur als absoluter Affront gilt, nämlich einer Frau das Schütteln der Hand zu verweigern, wird dank einer übermächtigen PC-Ideologie in eine kulturelle Besonderheit überhöht, die es zu respektieren gilt. Hier stehen sich also zwei Denkweisen gegenüber, die sich nicht miteinander in Einklang bringen lassen:

- die bewusste Missachtung der hier gepflegten Umgangsformen und
- der Respekt vor religiösen Befindlichkeiten  

Die Konsequenz aus dem Verhalten des Mannes, nämlich der Verlust seines Praktikumsplatzes, hat nur vordergründig mit seiner religiösen Gesinnung zu tun. Denn in Wahrheit geht es um einen gewaltigen Vertrauensverlust, mit dem das Arbeitsverhältnis von vornherein belastet ist. Wie kann ich als Arbeitgeber oder Vorgesetzter zu einem Mitarbeiter ein Vertrauensverhältnis entwickeln, wenn dieser von Anfang an die elementarsten Spielregeln missachtet? 

Man fragt sich aber auch, was den muslimischen Mann dazu antreibt, in einer Kultur zu leben, deren Umgangsformen diametral seinem eigenen Ehrenkodex zuwider laufen. Auch wenn er sich in seiner Freizeit weitgehend unter seinesgleichen aufhält, spätestens im Berufsleben wird er (zumal in Schweden, aber nicht nur dort) mit Dingen konfrontiert werden, die ihm einfach Probleme bereiten müssen.

Es ist klar, dass jeder, der sich dermaßen daneben benimmt, eine Abfuhr bekommt. Aber nicht jeder kann mit einer Entschädigung rechnen. Nur Muslime dürfen sich berechtigte Hoffnung auf eine Entschädigungszahlung machen. Und diese wurde (nicht zum ersten Mal) auch in diesem Fall gewährt. 30 000 Kronen, also mehr als 3300 Euro wurden dem Nichthändeschüttler als Kompensation für den entgangenen Job zugestanden.

Und genau dieses Gebaren erinnert fatal an einen Ablasshandel. Der muslimische Mann bekommt den Job nicht, weil er sich nicht an den üblichen Verhaltenskodex hält. Die Chefin will den Mitarbeiter nicht haben, weil sie keine Basis für eine gedeihliche Zuammenarbeit erkennen kann. Während üblicher Weise die Geschichte hier endet, wird - bei entsprechender religiöser Ausrichtung - dem Abgewiesenen ein finanzielles Trostpflaster zugestanden.

Übrigens: der im ausgehenden Mittelalter üppig gedeihende Ablasshandel entwickelte sich in ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Die Konsequenzen sind bekannt und in den Geschichtsbüchern nachzulesen.

Mal sehen, wohin der neuzeitliche Ablasshandel führt.

2013/04/09

Wer suchet, der findet

...heißt es schon in der Bibel. Wie wahr diese Aussage auch in unseren Tagen noch ist, zeigt der Sensationsfund eines österreichichen Journalisten, der in der Presse in ergreifender Weise ("Peinlicher Fehler bei Präsentation") wiedergegeben wurde. Er (oder sie) fand doch tatsächlich heraus, dass bei einer Parteiveranstaltung des Neo-Politikers Frank Stronach der Name eines seiner Mitstreiter falsch geschrieben war: So hieß es auf seinem Namensschild "Markovitz" anstatt richtigerweise "Markowitz".

Donnerwetter! Nach der unabwendbaren Klimakatastrophe auch noch das! Uns bleibt auch wirklich nichts erspart! Der investigative Journalismus auf einem seiner unerreichbaren Höhepunkte! Da wird doch das Parteiprogramm, um das es ja eigentlich ging, zur absoluten Nebensache.

Und wieder einmal beschleicht mich das Gefühl, dass heutzutage immer mehr Leute in intellekutelle Sphären vordringen, denen sie eigentlich nicht gewachsen sind.

 

2013/04/06

Obama entschuldigt sich

Gewiss gibt es etliche Dinge, für die Präsident Obama sich entschuldigen könnte (oder müsste). Seine jüngste Entschuldigung jedoch ist abolut überflüssig und nur dem Diktat politischer Korrekheit geschuldet.

Was ist geschehen? Auf einer öffentlichen Veranstaltung bezeichnete er eine langjährige Freundin als "bestaussehende Generalstaatsanwältin des Landes". Was folgte war ein Shitstorm der Berufsfeministinnen und, als Folge davon, eine Unterwürfigkeitsgeste wie im PC-Bilderbuch.

Man fühlt sich an die Brüderle-Geschichte erinnert. Nur hatte der mehr Rückgrat.

2013/03/20

Was gelegentlich aus dem Blickfeld gerät

In der gegenwärtigen Euro-Schuldenkrise und den sie begleitenden stümperhaften Lösungsversuchen gerät ein zentraler Aspekt zusehends aus dem Blickfeld: All die Schuldenprobleme sind letztlich dadurch entstanden, dass manche Länder schlicht und einfach über ihre Verhältnisse gelebt haben.

Und dafür sollen jetzt jene die Rechnung begleichen, die bisher (wenigstens halbwegs) solide gewirtschaftet haben?

2013/03/14

Wissenschaft und Politik

In der Naturwissenschaft geht es um die Erkenntnis der Welt, so wie sie ist. In der Politik geht es darum, die Welt so zu gestalten, wie sie (in den Köpfen der Politiker) sein soll. Das Faktische auf der einen Seite und das Wunschbild einer idealen Welt auf der anderen Seite. Dass sich hier Bruchzonen auftun, ist so gut wie unvermeidlich.

Und dennoch gibt es immer wieder Verquickungen der beiden Sichtweisen, die letztlich immer zu Lasten der - Wissenschaft gehen. Auch wenn Wissenschaftler häufig als besonders intelligent wahrgenommen werden (was, zumal in unserer Zeit, sicherlich ein unausrottbares Vorurteil ist), so zeigt sich deren Naivität umso deutlicher auf politischem Gebiet.

Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür liefert die unselige Debatte um den angeblich von Menschen verursachten Klimawandel. SpiegelOnline berichtete kürzlich darüber. Es ist klar, dass Politikern im allgemeinen der Sachverstand fehlt, um zu beurteilen, was in der Welt der Wissenschaft vorgeht. Und wenn sich die Klimaforscher dereinst einfach nur in ihr stilles Kämmerlein zurückgezogen hätten, um ihre fachlichen Dispute auszutragen, dann würde heute kaum ein Hahn nach der bevorstehenden Klimakatastrophe krähen.

Es kam aber anders. Einige Wissenschaftler waren eben besonders "engagiert" und versuchten die politisch Verantwortlichen von der Dringlichkeit ihrer eben erst gewonnnenen Erkenntnisse zu überzeugen und sie gleichzeitig zum politischen Handeln zu ermuntern. Nachdem die Politiker, sei es aus Ignoranz, sei es aus Rücksichtnahme auf ihr Wahlvolk, aber nur zögerlich auf den Zug aufsprangen, wurde eben im Laufe der Zeit die Dosis systematisch erhöht. Immer dramatischer fielen die Prognosen aus, immer unvermeidlicher die nahende Apokalypse, bis die Politik schließlich bedenkenlos darauf abfuhr. Denn irgendwann begannen auch die ansonsten ingoranten Politiker die Vorzüge des Klimaalarmismus zu entdecken: sich zum Beschützer einer bedrohten Menscheit aufzuspielen, war wohl schon immer eines der stärkesten Motive jener, denen es eigentlich immer nur um die eigene Macht ging.

Und so bildete sich eine unheilige, und faktisch auch unwissenschaftliche Allianz zwischen den beiden Polen. Klimaberater nahmen eine besondere Stellung unter den zahlreichen Politikberatern ein, da ihr tatsächliches oder vermeintliches Wissen in der Tat äußert exklusiv war: wer konnte schon den komplizierten mathematischen Modellen widersprechen, deren Komplexität nur mit den besten Supercomputern der Welt überhaupt zu bewältigen war!

Und die Befunde waren eindeutig: mit jedem Jahr wurde die Lahe schlimmer und die Katastrophe unausweichlicher! Was jedoch weder die Politik noch die verängstige Öffentlichkeit wussten: Bei so manchen dieser Schreckensszenarien hatten die "Wissenschaftler" noch ein Schäuflein nachgelegt, um ihren "Prognosen" etwas mehr Dramatik zu verleihen. Der Politik kam solches durchaus zupass. Dem Geist der Wissenschaft behagen derartige Manipulationen aber ganz und gar nicht, denn irgendwann kommt für jedes wissenschaftliche Gelaber die Nagelprobe. Und irgendwann war es eben nicht mehr so einfach, die Tatsache zu verscheiern, dass die globale Temperatur schon seit mehr als 15 Jahren einfach nicht mehr steigen will, während die Modelle doch gerade etwas anderes behaupteten. Darüber hinaus kamen einige andere unumstößliche "Erkenntnisse" wie die berühmte Hockeyschlögerkurve immer mehr unter Beschuss, war ihre wissenschaftliche Redlichkeit betraf.

Der Sündenfall liegt eindeutig auf Seiten der Wissenschaft, die der Hybis erlegen war, ihre "Ergebnisse" in Politik umwandeln zu wollen. Aber zum Glück gibt es auch andere Forscher, die ihr berufliches Ethos etwas ernster nehmen. Denn genau das ist das Wesen wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens - das ständige Hinterfragen dessen, was man soeben noch als unumstößliche Erkenntnis betrachtet hat. Und falls es diesen Damen und Herren bisher noch nicht bekannt gewesen sein sollte, dann sei es ihnen hiermit ausdrücklich ans Herz gelegt: Wissenscahft ist ein dynamischer Prozess, und vieles von dem, was wir heute zu wissen meinen, erweist sich bereits morgen als überholt.

2013/03/11

Linkslast

Eigentlich ist es ja keine Überraschung, zumal Ähnliches ja auch in anderen Ländern wie Deutschland, Österreich etc. gilt: Medienleute sind überwiegend politisch links gestrickt.

Die Zahlen für das schwedische Fernsehen SVT sind hier zu begutachten: http://goo.gl/Ujqmn
Die obige Grafik zeigt die politischen Einstellungen der SVT-Mitarbeiter, während die untere die entsprechenden Einstellungen der Gesamtbevölkerung darstellt. Was für ein Unterschied!

Während beispielsweise die komunistische Vänsterparti (V) bei den landesweit nur auf 5% kommt, hat sie unter SVT-Leuten immerhin 18% Zustimmung. Die grüne Milieuparti (MP) hat im Volk 12 % Zustimmung, im SVT aber sagenhafte 52%! Insgesamt stehen 83% der SVT-Mitarbeiter dem linken Parteienspektrum nahe, während der regierenden (rechten) Allianz nur 17% nahe stehen.

Ein Professor der Universität Götegorg bezeichnet diese Linkslastigkeit als ein "demokratisches Problem".

2013/03/05

Warum die Vernunft verliert und der Neid gewinnt

Eigentlich sollte es ganz einfach sein: Wer auf Dauer mehr ausgibt, als er einnimmt, bekommt irgendwann einmal Probleme. Dieser Sachverhalt sollte auch schlichteren Gemütern einleuchten. Ich meine, dass gefühlte 90 % der Bevölkerung dem zustimmen werden.

Was für den Einzelnen gilt, ist auch auf der Ebene gemeinschaftlicher Aktivitäten nicht anders. Jeder Bienenzüchterverein, jeder Zeitungskiosk wird das bestätigen. Nur beim Staat soll es sich plötzlich ganz anders verhalten. Wie das?

Natürlich ist der Staat keine Ausnahme, auch wenn uns Politiker immer wieder vom Gegenteil überzeugen wollen. Doch wie ist es möglich, dass es der Politik dennoch gelingt, den Bürgern den Bären vom dauerhaften Glück durch ebenso dauerhafte Schuldenmacherei aufzubinden? Und damit das oben formulierte eherne Gesetz gleichsam aus zu hebeln.

Ich meine ein wesentlicher Aspekt dieser kontrafaktischen Strategie liegt darin begründet, dass Politiker besonders talentiert sind, Neidkomplexe zu bedienen. Wenn ich jemandem nahe lege, dass er sparen muss, während gleichzeitig sein Nachbar (ja, genau der mit dem schicken Porsche vor der Haustür!) geschont wird oder, noch schlimmer, davon sogar profitiert, dann verliert das oben formulierte 90% ige Überzeugungsargument gewaltig an Schlagkraft. Dabei spielt es, so meine ich, gar keine Rolle, ob der Nachbar tatsächlich ungeschoren davonkommt oder nicht. Es reicht schon, wenn der eine Nachbar das für möglich hält. Und schon ist es mit dem Sparwillen vorbei. Und genau hier setzt der Neidkomplex an.

Das gilt für Privatpersonen ebenso wie für Länder. Dass die fortgesetzte Schuldenorgie irgendwann dann doch zu Wohlstandseinbußen führen muss, ist den Leuten schon viel schwieriger zu vermitteln. Irgendwie hofft doch jeder, dass es ausgerechnet ihn nicht trifft. Dream on!

2013/02/21

So blöd wie unsere Wähler!

Dies ist die (zugegeben: fiktive) Antwort auf die Frage des Chefs des US-Reifenherstellers Titan an den französischen Insudtrieminister Montebourg, die da lautete:

How stupid do you think we are?

Geklaut bei Ortner Online.


2013/02/18

Akademisches und Politik

Es war irgendwann Mitte der 1980er Jahre. Ein Bekannter hatte sein Studium der Geschichte absolviert und trat in Wien eine Stelle als Lehrer an. Um überhaupt eine Stelle zu bekommen, musste er - nach altem österreichischem Brauch - ein Parteibuch vorweisen. Wien war und ist ein Bollwerk der Sozialdemokraten, und entsprechend musste das Parteibuch gefärbt sein.

Nun gab (und gibt) es genügend Leute, die der Formalität Genüge tun nach dem Motto: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing... Richtig aufgelehnt hat sich ja schließlich keiner.

Manche trällern das Liedchen ein bisschen lauter, und was dabei herauskommt, konnte man sogleich bei meinem Bekannten beobachten. Er, der akademisch ausgebildete Historiker, behauptete allen Ernstes - Zitat:

Das heilige römische Reich deutscher Nation hat es nie gegeben! 

Donnerwetter! Da war ich echt sprachlos. Dieser Satz ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Was Generationen von Geschichtskundigen als einen der Fixpunkte ihres Wissens betrachten, wird in einem einzigen Atemzug ausgelöscht.

Und ich frage mich bis heute, ob das Ganze mit seiner Mitgliedschaft beim BSA (Bund Sozialistischer Akademiker) zusammenhing. Was die wohl sonst noch für Weisheiten ausbrüten?

2013/02/07

Kläffende Hunde

...werden bekanntlich immer lauter und stärker, je mehr man vor ihnen zurückweicht. Ignoriert man sie jedoch, dann verstummt allmählich auch ihr Gebell und irgendwann ziehen sie sich brummend in eine Ecke zurück.

Dieses Verhalten ist ganz ähnlich dem, was in der politkorrekten Medokratie gelegentlich abgezogen wird. Der lächerliche #Aufschrei um Rainer Brüderle ist ja noch gut im Gedächtnis. Auch hier erhob sich ein Kläffen von Seiten selbsternannter Moralwächter.

Interessant vor allem wie Brüderle die moralinsauren Brüder und Schwestern links liegen ließ und der aufgebrachten Meute nicht die Genugtuung einer Entschuldigung (wofür eigentlich?) zukommen ließ. Das wäre die ultimative Anerkennung der ganzen Treibjagd gewesen. Dazu kam es jedoch nicht.

Der Mann hat Steherqualitäten, und das verdient umso mehr Würdigung als in gefühlten 90% aller Medienkampagnen die Angegriffenen vor dem Mob in die Knie gehen.

Aber vielleicht ist das ja auch der Auftakt zu einer Trendwende.

2013/01/29

Die WKO - die österreichische Wirtschaftskammer

...wirbt also auf den Skianzügen der österreichischen Skirennläufer.

Nun ist es nichts Ungewöhnliches, wenn ein Unternehmen (Audi, BMW etc.) Sportler fördert und dies auch entsprechend sichtbar machen will. Eine Firma wie Audi verdient gutes Geld durch den Verkauf von Autos, und einen Teil dieser Erlöse lässt man eben in die Sportförderung fließen. Jeder, der einen Audi kauft, trägt dazu bei. Und niemand wird gezwungen, einen Audi zu kaufen.

Ganz anders jedoch bei der WKO. Jeder Gewerbetreibende in Österreich ist zwangsweise Mitglied in dieser Interessenvertretung. Und ein Teil dieser Zwangsbeiträge fließt also in die Sportförderung. Das wird den geförderten Sportlern bestimmt gefallen. Aber warum eine Institution, deren Mitgliedschaft man sich - unter bestimmten Umständen - nicht entziehen kann, einen Batzen Geld dafür ausgibt, für sich und ihre Belange zu werben, das erschließt sich einem unbedarften Beobachter eher weniger.