Zugegeben, kürzlich war ich recht kritisch gegenüber der Art und Weise, wie Griechenland mit seiner selbstverschuldeten Schuldenkrise umgeht. Und vielleicht mag der eine oder (gender-gerecht) die andere gedacht haben, es ginge mir nur darum, die Griechen schlecht zu reden. Doch dabei kann es sich naturgemäß nur um ein "Missverständnis" handeln, wie man sich in solchen Fällen, wo es eigentlich nichts misszuverstehen gibt, üblicher Weise auszudrücken pflegt.
Ich habe mir deshalb Gedanken darüber gemacht, wie Griechenland sich in echter Münchhausenmanier selbst aus dem Schuldensumpf herausziehen könnte, ohne dass die Steuerzahler anderer Länder von ihren Politikern zum Narren gehalten werden müssten (z. B. mit phantasievollen Renditeversprechen).
Die Grundüberlegung besteht darin, herauszufinden, worin die wirtschaftlichen Stärken der Ostmittelmeeranrainer bestehen. Nun Autos griechischer Hersteller sind relativ selten auf Europas Straßen zu sehen, und in meinem Arzneimittelschrank finden sich keinerlei Pillen aus griechischer Produktion. Was mir allerdings spontan einfällt, sind die berühmten Oliven.
Analysieren wir also den griechischen Patienten aus der Olivenperspektive. Natürlich muss mein im Folgenden entwickeltes Modell da und dort gewisse Vereinfachungen aufweisen. Im Großen und Ganzen sind meine Überlegungen jedoch auf solider Mathematik und ebenso soliden Fakten aufgebaut.
Die Frage, wie wir uns stellen, lautet folgendermaßen: Könnte Griechenland allein durch Steigerung der Olivenproduktion seinen Schuldenberg abbauen? Und wenn ja, welche Maßnahmen wären dazu erforderlich? Insbesondere: wie sehr müsste die Produktion ausgeweitet werden?
Das griechische BIP betrug 2009 etwa 237,5 Mrd. Euro. Davon entfielen 3,4 % auf Land- und Fischereiwirtschaft. Nehmen wir also an, dass 2% des BIP allein auf den Agrarbereich, und dieser wiederum vollständig auf den Olivenanbau entfielen. Das bedeutet, dass die Olivenwirtschaft geschätzte 5 Mrd. EUR im Jahr umsetzt.
Wir fragen uns als nächstes, wie viele Olivenbäume es überhaupt in der Wiege Europas gibt. Nun denn, die Rechnung ist einfach. Ein durchschnittlicher Olivenbaum liefert einen jährlichen Ertrag von ca. 20 kg. Für den europäischen Verbraucher liegt der Kilopreis bei etwa 25 EUR. Wir nehmen an, dass etwa 10 EUR pro kg beim Erzeuger bleiben. Der Rest sind Steuern, bzw. geht an die Zwischenhändler. Mithin liefert jeder Olivenbaum einen mittleren Ertrag von 200 EUR pro Jahr. Aus dieser Zahl und dem oben abgeschätzten Umsatz lässt sich somit die Anzahl griechischer Olivenbäume zu etwa 25 Mio. berechnen.
Nun welche Fläche nehmen diese Bäume insgesamt ein? Nehmen wir an, jeder Baum beanspruche ca. 2 x 2 m, also 4 Quadratmeter für sich. Dann beträgt die gesamte Olivenfläche rund 100 Mio Quadratmeter oder, was dasselbe ist, 100 Quadratkilometer. Dies wiederum entspricht 0,1 % der Festlandsfläche Griechenlands.
Mit anderen Worten: 0,1 % des griechischen Festlandes erwirtschaften etwa 2 % des BIP. Hier steckt noch ein gewaltiges Potenzial!
Und nun können wir die brennende Frage beantworten, welche Steigerung die Olivenwirtschaft des Landes erfahren müsste, um den Schuldenberg abzubauen. Der Schuldenstand der griechischen Götter betrug 2009 273,4 Mrd. EUR, das ist in etwa das 55-fache des Umsatzes aus dem Olivenanbau. Mit anderen Worten: Eine 55-fache Steigerung der Olivenproduktion könnte für einen raschen Abbau des Staatsdefizits sorgen. Entsprechend müsste die Anbaufläche auf etwas mehr als 5% der Festlandsfläche ausgedehnt werden. Das sollte machbar sein.
Soweit meine Berechnungen. Ob sich allerdings genügend Arbeitskräfte für die gesteigerte Ernte bzw. kaufbereite Konsumenten für die vollen Olivenregale finden werden, steht auf einem anderen Blatt. Aber wie sagte mein Großvater immer: Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg!
2011/08/14
2011/08/11
Zitat des Tages
Instead of being attracted by the opportunity to work, some immigrants are attracted by the opportunity not to work but still to receive money for this.Greg Sheridan in The Australian.
2011/08/10
Pistole zum Laufen
Waren Sie dabei, als Mark Duggan (ein vierfacher Familienvater, wie von bestimmten Medien wie dem STERN unermüdlich hervorgehoben wird. Dass er - ganz nebenbei - ein ausgebuffter Drogendealer war, wird hingegen dezent verschwiegen) tödlich von einer Polizeikugel getroffen wurde? Na bitte! Ich auch nicht!
Und genau deswegen sind wir bei dem Versuch herauszufinden, was genau hinter den Unruhen in England steckt, auf die tätige Mithilfe eben jener Medien angewiesen. STERN, Spiegel und Konsorten kochen uns dann ein Süppchen vor, das wir gefälligst unhinterfragt zu verdauen haben.
Das führt dann zu einer Ansammlung von Versatzstücken mit dem Ziel, unser Urteil in eine bestimmte Richtung zu lenken. Denn tödliche Schüsse auf einen Familienvater toleriert man eben nicht so leicht wie jene auf einen Drogenkriminellen. Alles eine Frage der Perspektive! Denn Gangster sind bekanntlich immer unschuldig und Opfer von Polizeigewalt. Nicht wahr?
Ein Versatzstück der besonderen Art ist ein Auszug aus dem Guardian, der auf der Achse des Guten wiedergegeben ist. Da behauptet Semone Wilson, die Verlobte des getöteten Ganoven, unter anderem:
Das Ganze erinnert mich übrigens an einen alten Witz: Ein Mann versucht mit einer Bombe an Bord eines Flugzeugs zu gelangen. Von der Polizei festgenommen und verhört, bestreitet er, die Bombe zünden zu wollen. Vielmehr habe er sie nur zu seiner Sicherheit mitgenommen. Statistisch gesehen sei es nämlich extrem unwahrscheinlich, dass sich zwei Bomben gleichzeitig an Bord eines Flugzeuges befänden. Wenn er also eine dabei hätte, dann sei es so gut wie ausgeschlossen, dass ein anderer dasselbe tun würde.
So ist die Welt: Der eine hat eine Bombe dabei mit dem Ziel sie nicht detonieren zu lassen. Und der andere hat eine Pistole in der Tasche mit der Absicht, sie nicht einzusetzen. Leider ist nicht bekannt, ob sich der Londoner Ganove auch auf ein Wahrscheinlichkeitsargument berufen hätte.
Und genau deswegen sind wir bei dem Versuch herauszufinden, was genau hinter den Unruhen in England steckt, auf die tätige Mithilfe eben jener Medien angewiesen. STERN, Spiegel und Konsorten kochen uns dann ein Süppchen vor, das wir gefälligst unhinterfragt zu verdauen haben.
Das führt dann zu einer Ansammlung von Versatzstücken mit dem Ziel, unser Urteil in eine bestimmte Richtung zu lenken. Denn tödliche Schüsse auf einen Familienvater toleriert man eben nicht so leicht wie jene auf einen Drogenkriminellen. Alles eine Frage der Perspektive! Denn Gangster sind bekanntlich immer unschuldig und Opfer von Polizeigewalt. Nicht wahr?
Ein Versatzstück der besonderen Art ist ein Auszug aus dem Guardian, der auf der Achse des Guten wiedergegeben ist. Da behauptet Semone Wilson, die Verlobte des getöteten Ganoven, unter anderem:
Wilson said her partner was not a gangster and would run from trouble rather than shoot at police. “If he did have a gun – which I don’t know – Mark would run. Mark is a runner. He would run rather than firing and that’s coming from the bottom of my heart,” she said.Warum, so fragt sich der verblüffte Leser, führt einer eine Waffe mit sich, wenn er gar nicht die Absicht hat, sie einzusetzen? Vielleicht hat ihm ja keiner erklärt, wie das Ding funktioniert. Oder meinte er, dass er im Besitz einer Waffe schneller laufen könnte? Er scheint ja ein passionierter Läufer gewesen zu sein. Wer weiß? Jedenfalls fanden sich Medienleute, die solchen Stuss gerne wiedergeben.
Das Ganze erinnert mich übrigens an einen alten Witz: Ein Mann versucht mit einer Bombe an Bord eines Flugzeugs zu gelangen. Von der Polizei festgenommen und verhört, bestreitet er, die Bombe zünden zu wollen. Vielmehr habe er sie nur zu seiner Sicherheit mitgenommen. Statistisch gesehen sei es nämlich extrem unwahrscheinlich, dass sich zwei Bomben gleichzeitig an Bord eines Flugzeuges befänden. Wenn er also eine dabei hätte, dann sei es so gut wie ausgeschlossen, dass ein anderer dasselbe tun würde.
So ist die Welt: Der eine hat eine Bombe dabei mit dem Ziel sie nicht detonieren zu lassen. Und der andere hat eine Pistole in der Tasche mit der Absicht, sie nicht einzusetzen. Leider ist nicht bekannt, ob sich der Londoner Ganove auch auf ein Wahrscheinlichkeitsargument berufen hätte.
2011/08/09
Welfare-state mob
Während sich die meisten Medien in den üblichen Erklärungsritualen ergehen (Tottenham sei eine der ärmsten Gegenden Londons, die Jugendlichen hätten keine Perspektive, außerdem - needless to say - der
allgegenwärtige weiße Rassismus etc.), kommt Brendan O´Neill mit erstaunlicher Frische zur Sache:
Vor zwei, drei Jahren sah ich in einer Fernsehdokumentation, wie sich ein Sozialarbeiter abmühte, einen völlig uneinsichtigen Kerl dazu zu bringen, sein nacktes Baby NICHT auf den dreckigen Fußboden zu legen, um es zu wickeln. Ja, und dass man ein wenige Wochen altes Kind nicht mit schmutzigen Händen anfasst, auch dieser Lernprozess bedurfte einer geduldigen Einübung. Für einen Außenstehenden war jedenfalls klar, wer hier der Herr und wer der Knecht war. Über funktionierende Druckmittel gegen seinen widerspenstigen Counterpart schien der Sozialarbeiter jedenfalls nicht zu verfügen. Nicht einmal die Androhung des Entzugs der Sozialhilfe kam dem Knaben über die Lippen. So war immerhin sichergestellt, dass er auch in den kommenden Monaten viel Arbeit mit dieser "Familie" haben würde.
Ein Einzelfall, bestimmt. Die Frage ist aber berechtigt, wie viele solcher Einzelfälle es wohl geben mag. Unstrittig dürfte aber immerhin sein, dass dieser Fall weitaus mehr ist als nur ein isoliertes Ereignis. Er ist vielmehr symptomatisch für den Zustand einer Gesellschaft, die den Anspruch erhebt, der Einzelne könne alle seine Probleme und Befindlichkeiten an den Staat delegieren. Und der Staat würde auch eine passende Lösung anbieten.
Was auf den ersten Blick verlockend aussehen mag, kann leicht ins sozialstaatliche Nirvana führen. England liefert gerade viel Anschauungsmaterial für diese verderbliche Entwicklung. Wann folgen andere Länder?
Übrigens: den Ausdruck welfare-state mob sollte man sich merken!
allgegenwärtige weiße Rassismus etc.), kommt Brendan O´Neill mit erstaunlicher Frische zur Sache:
What we have on the streets of London and elsewhere are welfare-state mobs. The youth who are ‘rising up’ – actually they are simply shattering their own communities – represent a generation that has been more suckled by the state than any generation before it. They live in those urban territories where the sharp-elbowed intrusion of the welfare state over the past 30 years has pushed aside older ideals of self-reliance and community spirit. The march of the welfare state into every aspect of less well-off urban people’s existences, from their financial wellbeing to their childrearing habits and even into their emotional lives, with the rise of therapeutic welfarism designed to ensure that the poor remain ‘mentally fit’, has helped to undermine such things as individual resourcefulness and social bonding. The anti-social youthful rioters look to me like the end product of such an anti-social system of state intervention.Wenn der Sozialstaat antisoziales Verhalten züchtet. Genau das ist die ultima ratio all jener Heerscharen von Sozialingenieuren, die im Grunde genommen gar nicht daran interessiert sind, bestehende Probleme zu lösen, weil sie schlicht und einfach aus der schieren Existenz dieser Probleme ihren gesamten Lebensunterhalt bestreiten.
Vor zwei, drei Jahren sah ich in einer Fernsehdokumentation, wie sich ein Sozialarbeiter abmühte, einen völlig uneinsichtigen Kerl dazu zu bringen, sein nacktes Baby NICHT auf den dreckigen Fußboden zu legen, um es zu wickeln. Ja, und dass man ein wenige Wochen altes Kind nicht mit schmutzigen Händen anfasst, auch dieser Lernprozess bedurfte einer geduldigen Einübung. Für einen Außenstehenden war jedenfalls klar, wer hier der Herr und wer der Knecht war. Über funktionierende Druckmittel gegen seinen widerspenstigen Counterpart schien der Sozialarbeiter jedenfalls nicht zu verfügen. Nicht einmal die Androhung des Entzugs der Sozialhilfe kam dem Knaben über die Lippen. So war immerhin sichergestellt, dass er auch in den kommenden Monaten viel Arbeit mit dieser "Familie" haben würde.
Ein Einzelfall, bestimmt. Die Frage ist aber berechtigt, wie viele solcher Einzelfälle es wohl geben mag. Unstrittig dürfte aber immerhin sein, dass dieser Fall weitaus mehr ist als nur ein isoliertes Ereignis. Er ist vielmehr symptomatisch für den Zustand einer Gesellschaft, die den Anspruch erhebt, der Einzelne könne alle seine Probleme und Befindlichkeiten an den Staat delegieren. Und der Staat würde auch eine passende Lösung anbieten.
Was auf den ersten Blick verlockend aussehen mag, kann leicht ins sozialstaatliche Nirvana führen. England liefert gerade viel Anschauungsmaterial für diese verderbliche Entwicklung. Wann folgen andere Länder?
Übrigens: den Ausdruck welfare-state mob sollte man sich merken!
2011/08/04
"Dann brennt die Republik"
Es ist viel von Brandstiftern die Rede in den letzten Tagen. Nicht, dass die Feuerwehr öfter ausgerückt wäre als sonst. Gemeint sind natürlich geistige Brandstifter, also jene, die vermeintlich oder tatsächlich den Nährboden schaffen für Dinge, auf die man gerne verzichten würde.
Es war absehbar, dass das linke politische Spektrum die Gelegenheit ergreifen würde, nach den Anschlägen von Oslo und Utoya den ausgestreckten Finger auf jene zu richten, die sich nicht der vorherrschenden Ideologie unterwerfen und - horribile dictu - das auch noch offen aussprechen. Wer sich so exponiert, darf sich nicht wundern, wenn er eines Tages selbst ins Fadenkreuz gerät. So kommt es, dass Leute wie Sarrazin, Broder und andere jetzt auf der Anklagebank der Wohlmeinenden und Gutmenschen sitzen. Und natürlich, die Medien tun alles dafür, den Tunnelblick auf die vermeintlichen Brandstifter so weit zu verengen, dass nur noch "rechte" Delinquenten ins Blickfeld passen. Kurz gesagt: Die Brandstifter sind alle "rechts".
Ist dem wirklich so? Sind tatsächlich nur Rechtsradikale, Rechtsextremisten, Rechtspopulisten und (nicht zu vergessen!) Rechtskonservative mit virtuellen Brandbeschleunigern unterwegs, um alles in ein Flammenmeer zu tauchen? Wer hat eigentlich die linken Terroristen der 1970er und 1980er Jahre inspiriert? Waren es nicht häufig die gleichen Denker, die auch den Nährboden für die Studentenbewegung geschaffen haben? Also Leute wie Adorno, Marcuse, Horkheimer, Sartre. Letzterer besuchte sogar Andreas Baader im Gefängnis. Die Genannten gelte heute als respektable Persönlichkeiten, ja als intellektuelle Koryphäen des 20. Jahrhunderts. Natürlich hat keiner von diesen zu Mord und Totschlag aufgerufen. Aber das haben Sarrazin und Broder auch nicht.
Wie sieht es mit den Gewaltausbrüchen aus, die während der Castor-Transporte regelmäßig aufflammten. Zur Erinnerung: Zehntausende Polizisten waren jedes Mal im Einsatz, um ein paar Eisenbahnwaggons zu schützen. Wer waren die geistigen Brandstifter dahinter? Also jene Leute, die die Stimmung so weit anheizten, dass eine Eskalation wohl billigend in Kauf genommen wurde. Alles Rechte?
Als in den ersten Monaten des Jahres 2000 eine neue Regierung in Österreich angelobt wurde, befand sich das Land im Schockzustand. Erstmals seit 30 Jahren würde es keinen sozialdemokratischen Kanzler geben. Ja schlimmer noch, die Sozialdemokraten würden nicht einmal als Juniorpartner in der Regierung sein. Das konnte natürlich nicht hingenommen werden, und so begann eine Welle der Agitation im In- und Ausland. Sehr erfolgreich übrigens. Im Inland gab es schwere Zusammenstöße zwischen Polizei und gewaltbereiten Demonstranten, und im Ausland glaubten viele Leute allen Ernstes, in Österreich würden wieder die braunen Horden im Stechschritt paradieren.
Es gab damals eine Unmenge von Äußerungen unterschiedlichster Qualität, um die weltbewegenden Ereignisse der Donaurepublik in Worte zu fassen. Mein Lieblingszitat ist folgendes:
Keine Ahnung, warum mir dieses Zitat gerade jetzt wieder einfällt, wo überall von Brandstiftern die Rede ist.
Es war absehbar, dass das linke politische Spektrum die Gelegenheit ergreifen würde, nach den Anschlägen von Oslo und Utoya den ausgestreckten Finger auf jene zu richten, die sich nicht der vorherrschenden Ideologie unterwerfen und - horribile dictu - das auch noch offen aussprechen. Wer sich so exponiert, darf sich nicht wundern, wenn er eines Tages selbst ins Fadenkreuz gerät. So kommt es, dass Leute wie Sarrazin, Broder und andere jetzt auf der Anklagebank der Wohlmeinenden und Gutmenschen sitzen. Und natürlich, die Medien tun alles dafür, den Tunnelblick auf die vermeintlichen Brandstifter so weit zu verengen, dass nur noch "rechte" Delinquenten ins Blickfeld passen. Kurz gesagt: Die Brandstifter sind alle "rechts".
Ist dem wirklich so? Sind tatsächlich nur Rechtsradikale, Rechtsextremisten, Rechtspopulisten und (nicht zu vergessen!) Rechtskonservative mit virtuellen Brandbeschleunigern unterwegs, um alles in ein Flammenmeer zu tauchen? Wer hat eigentlich die linken Terroristen der 1970er und 1980er Jahre inspiriert? Waren es nicht häufig die gleichen Denker, die auch den Nährboden für die Studentenbewegung geschaffen haben? Also Leute wie Adorno, Marcuse, Horkheimer, Sartre. Letzterer besuchte sogar Andreas Baader im Gefängnis. Die Genannten gelte heute als respektable Persönlichkeiten, ja als intellektuelle Koryphäen des 20. Jahrhunderts. Natürlich hat keiner von diesen zu Mord und Totschlag aufgerufen. Aber das haben Sarrazin und Broder auch nicht.
Wie sieht es mit den Gewaltausbrüchen aus, die während der Castor-Transporte regelmäßig aufflammten. Zur Erinnerung: Zehntausende Polizisten waren jedes Mal im Einsatz, um ein paar Eisenbahnwaggons zu schützen. Wer waren die geistigen Brandstifter dahinter? Also jene Leute, die die Stimmung so weit anheizten, dass eine Eskalation wohl billigend in Kauf genommen wurde. Alles Rechte?
Als in den ersten Monaten des Jahres 2000 eine neue Regierung in Österreich angelobt wurde, befand sich das Land im Schockzustand. Erstmals seit 30 Jahren würde es keinen sozialdemokratischen Kanzler geben. Ja schlimmer noch, die Sozialdemokraten würden nicht einmal als Juniorpartner in der Regierung sein. Das konnte natürlich nicht hingenommen werden, und so begann eine Welle der Agitation im In- und Ausland. Sehr erfolgreich übrigens. Im Inland gab es schwere Zusammenstöße zwischen Polizei und gewaltbereiten Demonstranten, und im Ausland glaubten viele Leute allen Ernstes, in Österreich würden wieder die braunen Horden im Stechschritt paradieren.
Es gab damals eine Unmenge von Äußerungen unterschiedlichster Qualität, um die weltbewegenden Ereignisse der Donaurepublik in Worte zu fassen. Mein Lieblingszitat ist folgendes:
Wenn das Arbeitslosenheer marschiert, dann brennt die Republik.Diese Aussage stammt von Rudolf Kaske, damals Vorsitzender einer Teilgewerkschaft des ÖGB (Österreichischer Gewerkschaftsbund) und, selbstredend, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei.
Keine Ahnung, warum mir dieses Zitat gerade jetzt wieder einfällt, wo überall von Brandstiftern die Rede ist.
2011/08/02
Prognosen 2
Im Jahr 2000 prognostizierte die US Energy Information Administration, dass der Rohölpreis bis zum Jahr 2020 relativ stabil bei etwa 22 USD pro Barrel liegen würde (Quelle: B. Lomborg, The Skeptical Environmentalist).
Die folgende Graphik zeigt die Entwicklung der jährlichen Durchschnittspreise für die erste Dekade des Jahrhunderts, basierend auf Daten der EIA.
Der Durchschnittspreis für die betrachtete Periode liegt bei knapp unter 50 USD. Selbst wenn in den kommenden Jahren bis 2020 der Rohölpreis auf sagenhafte 0,0 USD fiele, läge der mittlere Preis für den Prognosenzeitraum immer noch bei 26 USD. Da letzteres jedoch nicht zu erwarten ist, können wir bereits jetzt feststellen, dass die Vorhersage der EIA etwas zu optimistisch war.
Die folgende Graphik zeigt die Entwicklung der jährlichen Durchschnittspreise für die erste Dekade des Jahrhunderts, basierend auf Daten der EIA.
Der Durchschnittspreis für die betrachtete Periode liegt bei knapp unter 50 USD. Selbst wenn in den kommenden Jahren bis 2020 der Rohölpreis auf sagenhafte 0,0 USD fiele, läge der mittlere Preis für den Prognosenzeitraum immer noch bei 26 USD. Da letzteres jedoch nicht zu erwarten ist, können wir bereits jetzt feststellen, dass die Vorhersage der EIA etwas zu optimistisch war.
Multikultur vs. Monokultur
Immer wenn ich den Begriff Multikulturhaus höre, frage ich mich, wie viele Kulturen sich wohl darin befinden mögen. Vielleicht täusche ich mich ja, aber dieser Begriff gab in den letzten Jahren reichlich Anlass zu unangenehmen Assoziationen. Unter diesem Dach der vorgeblichen Offenheit tummelten sich allerlei dunkle Gestalten. Also nochmal: Wie viele Kulturen steckten unter diesem Dach? Wie viel Völkerverständigung fand darin statt? Waren Christen, Juden, Buddhisten, Sikhs und Hindus mit von der Partie? Oder handelte es sich nicht vielmehr um ein Haus mit einer ausgeprägt monokulturellen Ausrichtung?
Nach den Mordtaten von Oslo und Utoya geriet der Multikulturalismus wieder einmal in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Anschläge galten zwar explizit der sozialdemokratischen Regierungspartei, indirekt war jedoch die multikulturelle Gesellschaft das Ziel. Doch welche Kulturen waren gemeint? Die Juden bestimmt nicht, denn dann wäre dem Täter der Beifall linker Kreise sicher gewesen (sind doch selbst schuld, die Juden, nicht wahr?). Außerdem ist der Einfluss jüdischer Kreise auf das öffentliche Leben der skandinavischen Länder relativ bescheiden, um es mal vorsichtig zu sagen. Mir ist auch nicht bekannt, dass jüdische Jugendliche einen signifikanten Anteil der zahlreichen Vergewaltiger in Norwegen ausmachen, die sich mit Vorliebe über Blondinen hermachen. Falls überhaupt einer darunter ist. Vielmehr ist es so, dass diese Vergewaltiger fast ausschließlich einer bestimmten Gruppierung zuzurechnen sind. (Hinweis: Hier beginnt der Bereich der Volksverhetzung, weshalb eine weitere Spezifizierung der Tätergruppe unterbleibt. Allfällige Assoziationen, auch wenn sie faktisch zutreffen, bleiben allein dem Leser vorbehalten!)
Doch zurück zu den Multikulturen. Waren die Buddhisten gemeint, die uns bei jeder Gelegenheit ihre Lebensgewohnheiten aufdrücken wollen, und immer dann, wenn wir nicht mitspielen, furchtbar beleidigt sind? In Breiviks Manifest findet sich zwar keinerlei Hinweis auf eine drohende Buddhisierung Europas, aber wer weiß, vielleicht war er nur schlau genug, es geschickt zu verbergen. Dem ist schließlich alles zuzutrauen!
Oder hatte Breivik etwas gegen Hindus und Sikhs? Auch deren Einfluss auf die eingeborene Bevölkerung scheint ja überwältigend zu sein. Doch ist nicht bekannt, dass der Attentäter ausdrücklich diese beiden Religionsgemeinschaften im Auge hatte.
Merkwürdig, von all den genannten Gruppen, also Juden, Buddhisten, Hindus und Sikhs, ist in den Medien nie die Rede. Keiner der selbsternannten Moralprediger aus sicherer Entfernung verliert auch nur ein Wort über sie. Dies lässt nur einen Schluss zu: Sie sind offenbar nicht Teil der multikulturellen Gesellschaft.
Bleibt noch die Frage: Wer in aller Welt ist denn nun die multikulturelle Gesellschaft? In den Medien dreht sich alles nur um eine einzige Bevölkerungsgruppe, die in erster Linie unter den Anschlägen zu leiden habe. Und das, obwohl sie nicht ausdrücklich Ziel des Anschlages war. So entsteht ein Opfermythos. Um welche Gruppe es geht? Es sind die..... (Hinweis: Hier beginnt der Bereich der Volksverhetzung. Siehe oben!)
So kommen wir von der Multikultur zur Monokultur. Schöne neue Welt.
Nach den Mordtaten von Oslo und Utoya geriet der Multikulturalismus wieder einmal in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Anschläge galten zwar explizit der sozialdemokratischen Regierungspartei, indirekt war jedoch die multikulturelle Gesellschaft das Ziel. Doch welche Kulturen waren gemeint? Die Juden bestimmt nicht, denn dann wäre dem Täter der Beifall linker Kreise sicher gewesen (sind doch selbst schuld, die Juden, nicht wahr?). Außerdem ist der Einfluss jüdischer Kreise auf das öffentliche Leben der skandinavischen Länder relativ bescheiden, um es mal vorsichtig zu sagen. Mir ist auch nicht bekannt, dass jüdische Jugendliche einen signifikanten Anteil der zahlreichen Vergewaltiger in Norwegen ausmachen, die sich mit Vorliebe über Blondinen hermachen. Falls überhaupt einer darunter ist. Vielmehr ist es so, dass diese Vergewaltiger fast ausschließlich einer bestimmten Gruppierung zuzurechnen sind. (Hinweis: Hier beginnt der Bereich der Volksverhetzung, weshalb eine weitere Spezifizierung der Tätergruppe unterbleibt. Allfällige Assoziationen, auch wenn sie faktisch zutreffen, bleiben allein dem Leser vorbehalten!)
Doch zurück zu den Multikulturen. Waren die Buddhisten gemeint, die uns bei jeder Gelegenheit ihre Lebensgewohnheiten aufdrücken wollen, und immer dann, wenn wir nicht mitspielen, furchtbar beleidigt sind? In Breiviks Manifest findet sich zwar keinerlei Hinweis auf eine drohende Buddhisierung Europas, aber wer weiß, vielleicht war er nur schlau genug, es geschickt zu verbergen. Dem ist schließlich alles zuzutrauen!
Oder hatte Breivik etwas gegen Hindus und Sikhs? Auch deren Einfluss auf die eingeborene Bevölkerung scheint ja überwältigend zu sein. Doch ist nicht bekannt, dass der Attentäter ausdrücklich diese beiden Religionsgemeinschaften im Auge hatte.
Merkwürdig, von all den genannten Gruppen, also Juden, Buddhisten, Hindus und Sikhs, ist in den Medien nie die Rede. Keiner der selbsternannten Moralprediger aus sicherer Entfernung verliert auch nur ein Wort über sie. Dies lässt nur einen Schluss zu: Sie sind offenbar nicht Teil der multikulturellen Gesellschaft.
Bleibt noch die Frage: Wer in aller Welt ist denn nun die multikulturelle Gesellschaft? In den Medien dreht sich alles nur um eine einzige Bevölkerungsgruppe, die in erster Linie unter den Anschlägen zu leiden habe. Und das, obwohl sie nicht ausdrücklich Ziel des Anschlages war. So entsteht ein Opfermythos. Um welche Gruppe es geht? Es sind die..... (Hinweis: Hier beginnt der Bereich der Volksverhetzung. Siehe oben!)
So kommen wir von der Multikultur zur Monokultur. Schöne neue Welt.
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