2013/02/07

Kläffende Hunde

...werden bekanntlich immer lauter und stärker, je mehr man vor ihnen zurückweicht. Ignoriert man sie jedoch, dann verstummt allmählich auch ihr Gebell und irgendwann ziehen sie sich brummend in eine Ecke zurück.

Dieses Verhalten ist ganz ähnlich dem, was in der politkorrekten Medokratie gelegentlich abgezogen wird. Der lächerliche #Aufschrei um Rainer Brüderle ist ja noch gut im Gedächtnis. Auch hier erhob sich ein Kläffen von Seiten selbsternannter Moralwächter.

Interessant vor allem wie Brüderle die moralinsauren Brüder und Schwestern links liegen ließ und der aufgebrachten Meute nicht die Genugtuung einer Entschuldigung (wofür eigentlich?) zukommen ließ. Das wäre die ultimative Anerkennung der ganzen Treibjagd gewesen. Dazu kam es jedoch nicht.

Der Mann hat Steherqualitäten, und das verdient umso mehr Würdigung als in gefühlten 90% aller Medienkampagnen die Angegriffenen vor dem Mob in die Knie gehen.

Aber vielleicht ist das ja auch der Auftakt zu einer Trendwende.

2013/01/29

Die WKO - die österreichische Wirtschaftskammer

...wirbt also auf den Skianzügen der österreichischen Skirennläufer.

Nun ist es nichts Ungewöhnliches, wenn ein Unternehmen (Audi, BMW etc.) Sportler fördert und dies auch entsprechend sichtbar machen will. Eine Firma wie Audi verdient gutes Geld durch den Verkauf von Autos, und einen Teil dieser Erlöse lässt man eben in die Sportförderung fließen. Jeder, der einen Audi kauft, trägt dazu bei. Und niemand wird gezwungen, einen Audi zu kaufen.

Ganz anders jedoch bei der WKO. Jeder Gewerbetreibende in Österreich ist zwangsweise Mitglied in dieser Interessenvertretung. Und ein Teil dieser Zwangsbeiträge fließt also in die Sportförderung. Das wird den geförderten Sportlern bestimmt gefallen. Aber warum eine Institution, deren Mitgliedschaft man sich - unter bestimmten Umständen - nicht entziehen kann, einen Batzen Geld dafür ausgibt, für sich und ihre Belange zu werben, das erschließt sich einem unbedarften Beobachter eher weniger.

2012/10/16

Wo bleiben die Lichterketten?

Ein 20-jähriger Asiate wurde in Berlin von einer Gruppe junger Männer (sieben an der Zahl) zu Tode geprügelt. Unter "normalen" Umständen wäre das ein Fall für die aufrechten Kämpfer der Antifa in ihrem unermüdlichen Einsatz gegen die "rechte" Gefahr. Doch leider, leider, leider sind in diesem Fall weit und breit keine "Rechten" zu sehen. Deswegen bleiben auch die Lichterketten im Keller.

Und Politiker, auch auf allerhöchster Ebene, die medienwirksam jedes minderwertige Video ins Visier nehmen, nur um ihre Sympathie mit beleidigten Gruppierungen und dereb gewaltbereite Ableger zu demonstrieren, sind plötzlich ganz still. Warum bloß?

Kann es sein, dass es damit zusammenhängt, weil es sich bei den Tatverdächtigen um "Südländer" handelt?
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!


2012/09/23

Was ist schlimmer als der Holocaust?

Der Gulag? - Nein.
Pol Pot? - Nein.
Der Völkermord in Ruanda? - Nein und nochmals nein!.

Hmmm. Was denn bloß?

Ach ja, richtig! Ein Video, das den Propheten Mohammed beleidigt! - Sie glauben es nicht?

Hier werden Sie geholfen.

2012/09/15

Aus einer anderen Welt

In einem Schmähvideo wurde der Papst in übler Weise verhöhnt. Bischöfe in mehreren katholischen Ländern haben in ihren Sonntagspredigten auf die Gottlosigkeit dieses Machwerks hingewiesen und eine entschlossene Reaktion der Gläubigen gefordert. Seither ziehen aufgebrachte Menschenmassen durch die Straßen und verwüsten Einrichtungen jenes Landes, das hinter dem Video vermutet wird. Vereinzelt soll es auch schon Todesopfer gegeben haben.

Als einziges Medium im deutschsprachigen Raum stellt sich die Blöddeutsche Zeitung dem Wüten des Mobs entgegen. Chefredakteur Walter Bessermensch bringt es auf den Punkt:

Den Papst wird man ja noch kritisieren dürfen!

Auch die politische Führung macht unmissverständlich klar, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung unter keinen Umständen in Frage gestellt werden darf. Die freie Rede sei stets höher einzuschätzen als die beleidigten Reflexe der Katholiken, sagte der zuständige Minister in einer Pressekonferenz.

Bilder von Pro NRW-Demos

..."hätten die Massen (im Sudan, Anm.) aufgestachelt". Zu antideutschen Protesten. Das weiß Spiegel Online zu berichten.
Erstaunlich, dass deutsche Innenpolitik (oder auch nur ein Randphänomen derselben) derartige Aufmerksamkeit in einem Land findet, in dem Gewaltorgien zur Tagesordnung gehören. Aber vielleicht, so könnte man zynisch weiter räsonnieren, gucken sie nur deshalb deutsches Fernsehen, um sich ein wenig von ihrem harten Alltagsleben zu entspannen. Kann man ja verstehen, oder?

Man könnte aber auch, ganz spaßfrei, fragen wie es kommt, dass solche innerdeutsche Petitessen sich überhaupt in den Köpfen von Sudanesen einnisten können. Hat da vielleicht jemand (mit Mihigru?) bei der Informationsübermittlung (man könnte auch sagen: beim Aufhetzen) nachgeholfen?

Naja, auf jeden Fall ist jetzt eine Entschuldigung seitens der deutschen Regierung angebracht. Was denn sonst...

Wenn mir von zwanzig Jahren irgend jemand solche Absurditäten vorhergesagt hätte, ich hätte ihn nicht ernst genommen, vielleicht sogar für verrückt gehalten. Aber manchmal ist die Wirklichkeit verrückter als die Fantasie. An diesem Punkt sind wir jetzt.



2012/08/05

Wenn Deutsche sich um die

... US-Krankenversicherung sorgen, dann kann es schon vorkommen, dass sie ihre Allianz-Versicherungspolizze kündigen. Schreibt die Wirtschaftswoche.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Nun, das muss man eigentlich jene politkorrekten Gutmenschen fragen, die ihre Versicherung kündigen, weil - man höre und staune - US-Mitarbeiter des Konzerns für den republikanischen Kandidaten Mitt Romney gespendet haben.

Aber da hört sich doch alles auf! Wagen es diese nichts wissenden Amerikaner doch, eine eigene politische Meinung zu  haben, die noch dazu von der eigenen gutmenschlichen Gesinnung abweicht.

Bisher war mir Romney (ebenso wie Obama) eigentlich völlig egal. Aber wenn ich von solchen schwachsinnigen Aktionen (und natürlich ebenfalls dem Wahlkampfgetöse in den deutschen Medien) höre, dann beginne ich mich ein wenig mehr für die Hintergründe zu interessieren. Und wer weiß, vielleicht kann ich ja am Ende sogar noch Sympathien für Romney entwickeln.

Bleibt noch die Frage, was unsere Gutmenschen mit dem Geld machen sollen, das sie nun nicht mehr an die Allianz überweisen müssen. Hier ein Vorschlag: Griechenland braucht dringend Hilfe! Überweist doch Eure Knete einfach dahin!

Dann könnt Ihr Euch ganz toll fühlen.