... ist ein Vorfall aus Schweden, bei der einer Kopftuch tragenden Frau zu mitternächtlicher Stunde der Hijab vom Haupt gerissen worden sein soll, wie die englischsprachige Zeitung The Local berichtet. Darüber hinaus soll sie mit dem Kopf gegen ein Auto geschlagen worden sein. Dazu kamen noch - laut Aussagen des Opfers - rassistische Bemerkungen.
Zeugen dieses Vorfalls gibt es nicht. Zumindest lässt sich den Medien nichts Derartiges entnehmen. Es gibt auch keine konkreten Hinweise auf den (oder die?) Täter.
Man kann sich natürlich die Frage stellen, was eine Kopftuchträgerin zu nachtschlafender Zeit ohne männliche Begleitung auf offener Straße zu tun hat. In gewissen Gegenden Stockholms würde ich meine - nicht Kopftuch tragende - Frau keinesfalls unbegleitet auf die Straße lassen.
Aber das sind Fragen, die zu stellen sich wohl nicht geziemt.... Nicht dass es einer Frau nicht gestattet sein soll, nachts wo immer sie will herumzulaufen. Aber bei gewissen Frauen erstaunt das dann doch.
Wie dem auch sei - eine derartige Attacke ist, sollte sie tatsächlich so stattgefunden haben, in der Tat abscheulich. So wie es auch abscheulich ist, wenn (schwedische) Frauen in umgekehrter Konstellation Opfer von sexuellen Übergriffen werden - was jedoch regelmäßig deutlich weniger Medienecho hervor ruft.
Das entscheidende Alleinstellungsmerkmal dieses Falles ist die Agitation seitens der PC-Eliten, die damit einhergeht. Da rufen Frauen dazu auf, demonstrativ Kopftuch zu tragen, um sich mit dem Opfer zu solidarisieren. Ja mehr noch, um der angeblich zunehmenden Islamophobie entgegen zu treten. Ein Hashtag #hijabuppropet (Hijabaufruf) wurde erfolgreich initiiert.
Diese Botschaft wird natürlich von allen Medien bereitwillig unters Volk gebracht. Und in gewisser Hinsicht stellt sie sogar das wesentliche Element der ganzen Story dar. Während man über das Geschehene, das sich immerhin bereits am Freitag zugetragen haben soll, überaus spärlich informiert wird, nimmt dessen Kommentierung breiten Raum ein. Ob das Zufall oder Absicht ist, lässt sich schwer sagen.
Zufälligerweise brannte am letzten Sonntag eine christliche Kirche in Karlskrona bis auf die Grundmauern nieder. Ob die ihr Haupt freiwillig verhüllenden Aktivistinnen von #hijabuppropet nun auch in einem Akt der Solidarität Kreuze zur Schau tragen, ist nicht bekannt. Würde ja auch etwas merkwürdig aussehen, Hijab und Kreuz gleichzeitig zu tragen.
2013/08/20
2013/07/25
Vom Umgang mit Zahlen (1)
Dies ist der erste Beitrag einer Serie, die sich mit vorwiegend statistischen Betrachtungen beschäftigt. Statistische Aussagen prasseln pausenlos auf die Menschen ein, und es ist hilfreich, ein bisschen Ordnung und Rationalität in das mediale, um Aufmerksamkeit ringende Zahlengewirr zu bringen.
Wenn Statistiken zu Missverständnissen und Fehldeutungen Anlass geben, dann liegt es in den allermeisten Fällen gar nicht an der stets vermuteten Fälschung, die bekanntlich jeder Statistik zugrunde liegen soll. Vielmehr wird bewusst oder unbewusst ein Kontext aufgebaut, der uns in die Irre leitet. Ein Kontext, der uns vermeintliche Sicherheit oder aber meistens vermeintliche Gefahren vorgaukelt, wo in der Tat kein Grund zur Besorgnis besteht.
Wir fangen mit einem einfachen Beispiel an. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, dass - in der westlichen Welt -die Zahl der Menschen, die an Infektionskrankheiten sterben, in den letzten 200 Jahren dramatisch zurückgegangen ist. Das Risiko eines im 21. Jahrhundert geborenen Menschen an einer Infektionskrankheit zu verbleichen ist wesentlich geringer, als es für einen Menschen um 1815 war. Impfungen, verbesserte Hygiene und leistungsfähige Medikamente und Gesundheitssysteme sind die hauptsächlich Verantwortlichen für diesen positiven Trend.
Wir haben also - bildlich - gesprochen einen Teilerfolg über den (frühzeitigen) Tod erzielt. Doch gleichzeitig wird die andere Seite dieser Entwicklung sichtbar. Während Pest und Cholera uns nicht mehr wirklich beunruhigen, wartet der Tod an anderer Stelle. Krebs und Herzkreislauferkrankungen stellen für uns heute Lebenden die häufigsten Killer dar, denn wir können dem Schicksal nicht einfach von der Schippe springen. Während sich also das eine Risiko verringert hat, ist ein anderes (oder sind mehrere andere) angestiegen. So ist das nunmal, wenn die Gesamtwahrscheinlichkeit eines mit Bestimmtheit eintreffenden Ereignisses stets eins ist.
Als ich mich kürzlich mit einem Bekannten über dieses Thema unterhielt, wies er mich darauf hin, dass selbst in Afrika inzwischen der infektionsbedingte Tod im Abnehmen begriffen sei. Und er fügte hinzu: Dafür sterben sie (die Afrikaner) jetzt häufiger an westlichen Zivilisationskrankheiten. Aber sind es wirklich nur diese Zivilisationskrankheiten, die hier zum Tragen kommen? Oder ist es nicht vielmehr so, dass wir nur ein Tauschgeschäft machen, eine Art zu sterben gegen eine andere austauschen? Mir erscheint letzteres viel plausibler.
Wir haben ein Risiko minimiert, aber gleichzeitig - unbeabsichtigt - ein anderes vergrößert. Stellen Sie sich vor, sie müssten sich auf den Weg von New York nach Los Angeles machen. Egal, welches Fortbewegungsmittel Sie wählen, treffen Sie auch eine Entscheidung hinsichtlich eines bestimmten Risikos, dem Sie dann ausgesetzt sind. Wenn Sie mit dem Rad fahren, lauern andere Gefahren auf Sie, als wenn Sie mit Bus, Auto, Eisenbahn oder Flugzeug unterwegs sind.
So hat die verbreitete Angst vorm Fliegen in den Monaten nach 9/11 nachweislich zu einem Anstieg der Straßenverkehrstoten geführt. Diesem Anstieg wurde in den Medien jedoch nicht die gleiche Aufmerksamkeit zuteil, wie den dramatischen Ereignissen am 11. September 2001.
In diesem Szenario gibt es keine Win-Win-Situation. Was man auf der einen Seite gewinnt, verliert man auf der anderen. Umgekehrt wird natürlich auch ein Schuh draus. Angenommen, die Wissenschaft hat herausgefunden, dass aufgrund des heißen Sommerwetters das Hitzschlagrisiko deutlich zugenommen hat. Dann bedeutet das ja unweigerlich, dass gleichzeitig das Risiko an anderen Ursachen sein Leben auszuhauchen, gesunken ist, zumindest bis zum Ende der Hitzewelle. Ob das eine gute Nachricht ist, muss natürlich jeder für sich entscheiden.
Wenn Statistiken zu Missverständnissen und Fehldeutungen Anlass geben, dann liegt es in den allermeisten Fällen gar nicht an der stets vermuteten Fälschung, die bekanntlich jeder Statistik zugrunde liegen soll. Vielmehr wird bewusst oder unbewusst ein Kontext aufgebaut, der uns in die Irre leitet. Ein Kontext, der uns vermeintliche Sicherheit oder aber meistens vermeintliche Gefahren vorgaukelt, wo in der Tat kein Grund zur Besorgnis besteht.
Wir fangen mit einem einfachen Beispiel an. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, dass - in der westlichen Welt -die Zahl der Menschen, die an Infektionskrankheiten sterben, in den letzten 200 Jahren dramatisch zurückgegangen ist. Das Risiko eines im 21. Jahrhundert geborenen Menschen an einer Infektionskrankheit zu verbleichen ist wesentlich geringer, als es für einen Menschen um 1815 war. Impfungen, verbesserte Hygiene und leistungsfähige Medikamente und Gesundheitssysteme sind die hauptsächlich Verantwortlichen für diesen positiven Trend.
Wir haben also - bildlich - gesprochen einen Teilerfolg über den (frühzeitigen) Tod erzielt. Doch gleichzeitig wird die andere Seite dieser Entwicklung sichtbar. Während Pest und Cholera uns nicht mehr wirklich beunruhigen, wartet der Tod an anderer Stelle. Krebs und Herzkreislauferkrankungen stellen für uns heute Lebenden die häufigsten Killer dar, denn wir können dem Schicksal nicht einfach von der Schippe springen. Während sich also das eine Risiko verringert hat, ist ein anderes (oder sind mehrere andere) angestiegen. So ist das nunmal, wenn die Gesamtwahrscheinlichkeit eines mit Bestimmtheit eintreffenden Ereignisses stets eins ist.
Als ich mich kürzlich mit einem Bekannten über dieses Thema unterhielt, wies er mich darauf hin, dass selbst in Afrika inzwischen der infektionsbedingte Tod im Abnehmen begriffen sei. Und er fügte hinzu: Dafür sterben sie (die Afrikaner) jetzt häufiger an westlichen Zivilisationskrankheiten. Aber sind es wirklich nur diese Zivilisationskrankheiten, die hier zum Tragen kommen? Oder ist es nicht vielmehr so, dass wir nur ein Tauschgeschäft machen, eine Art zu sterben gegen eine andere austauschen? Mir erscheint letzteres viel plausibler.
Wir haben ein Risiko minimiert, aber gleichzeitig - unbeabsichtigt - ein anderes vergrößert. Stellen Sie sich vor, sie müssten sich auf den Weg von New York nach Los Angeles machen. Egal, welches Fortbewegungsmittel Sie wählen, treffen Sie auch eine Entscheidung hinsichtlich eines bestimmten Risikos, dem Sie dann ausgesetzt sind. Wenn Sie mit dem Rad fahren, lauern andere Gefahren auf Sie, als wenn Sie mit Bus, Auto, Eisenbahn oder Flugzeug unterwegs sind.
So hat die verbreitete Angst vorm Fliegen in den Monaten nach 9/11 nachweislich zu einem Anstieg der Straßenverkehrstoten geführt. Diesem Anstieg wurde in den Medien jedoch nicht die gleiche Aufmerksamkeit zuteil, wie den dramatischen Ereignissen am 11. September 2001.
In diesem Szenario gibt es keine Win-Win-Situation. Was man auf der einen Seite gewinnt, verliert man auf der anderen. Umgekehrt wird natürlich auch ein Schuh draus. Angenommen, die Wissenschaft hat herausgefunden, dass aufgrund des heißen Sommerwetters das Hitzschlagrisiko deutlich zugenommen hat. Dann bedeutet das ja unweigerlich, dass gleichzeitig das Risiko an anderen Ursachen sein Leben auszuhauchen, gesunken ist, zumindest bis zum Ende der Hitzewelle. Ob das eine gute Nachricht ist, muss natürlich jeder für sich entscheiden.
2013/07/19
Denmark goes halal
Wenn es einer Minderheit nicht zumutbar ist, Schweinefleisch zu essen, dann muss die Mehrheit eben - darauf verzichten.
Dänemark macht´s vor!
Dänemark macht´s vor!
2013/07/10
Zwei Kofferbomben
Edward Snowden ist so allgegenwärtig, dass kaum ein Journalist darum herumkommt, Stellung zu beziehen. Und für ideologische Grabenkämpfe und antiamerikanische Reflexe bietet diese Geschichte ja reichlich Stoff. Auch Jan Fleischhauer hat sich unlängst auf SpiegelOnline in die Debatte eingeschaltet und auf die Heuchelei hingewiesen, die die deutsche Öffentlichkeit (und nicht nur die) angesichts dieser Affäre an den Tag legt.
Doch wie so oft ist Volkes Stimme ein guter Indikator dafür, was und - vor allem wie - manche Menschen denken. In einem Leserbeitrag unter dem Pseudonym endurado heißt es wörtlich:
Der Begriff Kofferbomben verschleiert die menschlichen Schicksale, die damit verbunden sind. endurado hätte auch sagen können, er würde 10 bis 20 Tote und eine Anzahl von Schwerverletzten und Traumatisierten im Jahr akzeptieren, wenn nur seine Bürgerrechte unangetastet blieben. Das klänge schon ganz anders. Würde er diese Aussage dann auch gegenüber den Hinterbliebenen, Familienangehörigen, Kindern, Freunden jener zu Tode gekommenen wiederholen?
Ja, es ist schon richtig, Bürgerrechte sind ein hohes Gut. Aber auch hier sind Abwägungen zu treffen. Und macht es einen wirklich glücklicher zu wissen, dass keiner in seiner privaten Korrespondenz herumschnüffelt, wenn dafür auf der anderen Seite Leute mit ihrem Leben bezahlen?
Und wer gibt einem schon die Gewissheit, dass es "nur" bei zwei Kofferbomben im Jahr bleibt?
Doch wie so oft ist Volkes Stimme ein guter Indikator dafür, was und - vor allem wie - manche Menschen denken. In einem Leserbeitrag unter dem Pseudonym endurado heißt es wörtlich:
Und ja, ich würde ein, zwei Kofferbomben im Jahr akzeptieren, bevor ich Bürgerrechte in erheblichem Umfang aufgebe.Eine klare Botschaft. Zwei Kofferbomben. Das kann schon mal 10, vielleicht sogar 20 oder mehr Tote bedeuten. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass es einen bestimmten Menschen (etwa endurado) trifft in der Tat recht gering ist, so ist doch andererseits die Wahrscheinlichkeit, dass es irgend jemanden trifft, recht groß, zumal wenn den Geheimdiensten, wie von den Verteidgern der Bürgerrechte eingefordert, extra Fesseln angelegt werden sollten.
Der Begriff Kofferbomben verschleiert die menschlichen Schicksale, die damit verbunden sind. endurado hätte auch sagen können, er würde 10 bis 20 Tote und eine Anzahl von Schwerverletzten und Traumatisierten im Jahr akzeptieren, wenn nur seine Bürgerrechte unangetastet blieben. Das klänge schon ganz anders. Würde er diese Aussage dann auch gegenüber den Hinterbliebenen, Familienangehörigen, Kindern, Freunden jener zu Tode gekommenen wiederholen?
Ja, es ist schon richtig, Bürgerrechte sind ein hohes Gut. Aber auch hier sind Abwägungen zu treffen. Und macht es einen wirklich glücklicher zu wissen, dass keiner in seiner privaten Korrespondenz herumschnüffelt, wenn dafür auf der anderen Seite Leute mit ihrem Leben bezahlen?
Und wer gibt einem schon die Gewissheit, dass es "nur" bei zwei Kofferbomben im Jahr bleibt?
2013/07/06
Der ganze Wahnsinn der Solarförderung
... tritt in Spanien offen zutage. Das Land ist mit reichlich Sonne gesegnet, und dennoch ist es unübersehnbar, dass die Solarstromerzeugung offenbar nur mit großzügigen Subventionen überlebensfähig ist. Irgend jemand muss schließlich die Zeche bezahlen - will heißen: die Gewinnmargen der Investoren sicherstellen - und das ist nunmal der gemeine Steuerzahler.
Die spanische Regierung hat beschlossen, die Förderungen zurückzufahren oder eben ganz einzustellen, da deren volkswirtschaftliche Kosten den zu erwartenden Nutzen niemals aufwiegen können.
Wie das Handelsblatt schreibt, hat dies auch gravierende Folgen für deutsche Energieunternehmen (RWE, Münchner Stadtwerke), die sich - über Firmenbeteiligungen - profitable Erträge aus dem spanischen Solareldorado erhofft hatten. Konkret geht es um das Solarkraftwerk Andasol 3, das sich - nach der Streichung der staatlichen Zuschüsse - in einen Verlustbringer verwandelt hat.
Es ist verständlich, dass die deutschen Partner über diese Entwicklungen nicht erfreut sind. Aber ist es wirklich die Aufgabe des spanischen Steuerzahlers, die Profitabilität deutscher Investitionen zu gewährleisten?
Irgendwie haben sich in diesem Fall die Verhältnisse umgekehrt. Normalerweise steht der deutsche Steuerzahler bereit, um für die wirtschaftlichen Versäumnisse anderer Länder, insbesondere in Europas Süden geradezustehen. Doch diesmal ist alles spiegelverkehrt. Und so erwägen die deutschen Energieunternehmen rechtliche Schritte gegen die spanische Regierung, um Verluste von ihren Beteiligungen abzuwenden.
Mal sehen, wie weit sie dabei kommen.
Ist es nicht so, dass Investitionen immer ein gewisses Risiko bergen? Aber natürlich nicht für die ganz Schlauen, die sich die Risikoprämie vom Steuerzahler bezahlen lassen - dank grünstichiger Gesetzgebung.
Wenn der Gesetzgeber aber eines Tages seine Politik ändert, dann kommen solche scheinbar risikolosen Geschäftsideen schnell unter die Räder.
Doch es wäre zu kurz gedacht, hierauf mit Schadenfreude zu reagieren. Denn erstens weiß man nie, wann die Politik wieder zur wirtschaftlichen Vernunft zurückkehrt. Und zweitens sind zu diesem Zeitpunkt schon etliche Millionen, eher noch Milliarden an Steuergeldern in schwarzen Löchern verschwunden.
Die spanische Regierung hat beschlossen, die Förderungen zurückzufahren oder eben ganz einzustellen, da deren volkswirtschaftliche Kosten den zu erwartenden Nutzen niemals aufwiegen können.
Wie das Handelsblatt schreibt, hat dies auch gravierende Folgen für deutsche Energieunternehmen (RWE, Münchner Stadtwerke), die sich - über Firmenbeteiligungen - profitable Erträge aus dem spanischen Solareldorado erhofft hatten. Konkret geht es um das Solarkraftwerk Andasol 3, das sich - nach der Streichung der staatlichen Zuschüsse - in einen Verlustbringer verwandelt hat.
Es ist verständlich, dass die deutschen Partner über diese Entwicklungen nicht erfreut sind. Aber ist es wirklich die Aufgabe des spanischen Steuerzahlers, die Profitabilität deutscher Investitionen zu gewährleisten?
Irgendwie haben sich in diesem Fall die Verhältnisse umgekehrt. Normalerweise steht der deutsche Steuerzahler bereit, um für die wirtschaftlichen Versäumnisse anderer Länder, insbesondere in Europas Süden geradezustehen. Doch diesmal ist alles spiegelverkehrt. Und so erwägen die deutschen Energieunternehmen rechtliche Schritte gegen die spanische Regierung, um Verluste von ihren Beteiligungen abzuwenden.
Mal sehen, wie weit sie dabei kommen.
Ist es nicht so, dass Investitionen immer ein gewisses Risiko bergen? Aber natürlich nicht für die ganz Schlauen, die sich die Risikoprämie vom Steuerzahler bezahlen lassen - dank grünstichiger Gesetzgebung.
Wenn der Gesetzgeber aber eines Tages seine Politik ändert, dann kommen solche scheinbar risikolosen Geschäftsideen schnell unter die Räder.
Doch es wäre zu kurz gedacht, hierauf mit Schadenfreude zu reagieren. Denn erstens weiß man nie, wann die Politik wieder zur wirtschaftlichen Vernunft zurückkehrt. Und zweitens sind zu diesem Zeitpunkt schon etliche Millionen, eher noch Milliarden an Steuergeldern in schwarzen Löchern verschwunden.
2013/07/04
Zitat der Woche
Hollande hat nichts gelernt und ich staune immer wieder, wie solche Verlierer an die Spitze von ganzen Völkern gewählt werden können.Der Investor Felix Zulauf über den französischen Präsidenten in der Wirtschaftswoche. Über Österreich und etliche Vertreter seiner Führungsmannschaft ließe sich exakt das Gleiche sagen.
2013/06/08
"Südländischer" Antisemisitmus in Deutschland - eine Zitatensammlung
Vor wenigen Tagen gab es also wieder einmal einen antisemitischen Zwischenfall in Deutschland. Wenig überraschend handelt es sich bei den Aggressoren um die üblichen "Südländer". Dürfen wir mal raten, welchen weltanschaulichen "Hintergrund" jene "Südländer" gehabt haben mögen? Vielleicht lässt sich ja auch aus der Art der Aggression - sechs bis acht "Jugendliche" gegen einen Einzelnen - ein Rückschluss auf die Herkunft dieser Geschöpfe ziehen. Sie trauen sich nämlich immer nur bei eindeutiger numerischer Überlegenheit an ihr Opfer heran.
Noch interessanter als dieses schon bekannte Schema ist jedoch die Ritualisierung beim Umgang mit solchen Ereignissen. Hierzu ein paar Zitate (allesamt aus dem oben verlinkten Artikel):
Und was, glauben Sie, werden wir nach der nächsten ähnlich gelagerten Attacke zu hören bekommen?
Noch interessanter als dieses schon bekannte Schema ist jedoch die Ritualisierung beim Umgang mit solchen Ereignissen. Hierzu ein paar Zitate (allesamt aus dem oben verlinkten Artikel):
Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen nannte den Vorfall eine "Attacke auf das friedliche Zusammenleben aller Menschen in unserer Region".Ich dachte, es wäre nur eine Person attackiert worden.
"Das Mindeste, was wir jetzt erwarten, ist eine lückenlose Aufklärung durch die ermittelnden Behörden." Zudem zeige der Vorfall, dass Juden, Christen und Muslime aktiv und wachsam für Respekt, Toleranz und Menschenwürde eintreten müssten.Respekt, Toleranz und Menschenwürde. Hab ich, glaube ich, schon mal gehört.
Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland appellierte an die Öffentlichkeit, "die entschiedene Ablehnung von Antisemitismus und Rassismus jeglicher Art" Jugendlichen stärker zu vermitteln.Steht letzeres nicht schon seit Jahrzehnten auf allen Lehrplänen?
Die beklagenswerte Attacke von Offenbach sei ein deutlicher Beleg dafür, dass "ein kultureller Wandel zumindest ebenso wichtig ist wie der politische Wille zum Kampf gegen Fanatismus und Hass".Seit ich denken kann - also schon seit mehr als vier Jahrzehnten - gab es kein höheres Ziel als den unaufhörlichen Kampf gegen Fanatismus und Hass.
Und was, glauben Sie, werden wir nach der nächsten ähnlich gelagerten Attacke zu hören bekommen?
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